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Fernseher mit Stereoanlage verbinden

Von faller audio Redaktion | | 5 Min. Lesezeit
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Wer den Fernseher mit Stereoanlage verbinden möchte, braucht dafür meist nur ein Kabel. Über eine Stereoanlage klingt der Fernsehton oft voller als über die kleinen Lautsprecher im flachen Gehäuse des Fernsehers. Welches Kabel zum Verbinden genutzt werden sollte, zeigt sich am Tonausgang des Fernsehers und dem Eingang an der Anlage. Neuere Geräte haben dafür oft HDMI ARC oder einen optischen Anschluss, ältere Anlagen einen analogen Cinch-Eingang.

Passen Ausgang und Eingang nicht direkt zusammen, hilft ein kleiner Wandler oder der Kopfhörerausgang des Fernsehers. Danach sind noch einige Einstellungen im Tonmenü nötig. Aktivboxen lassen sich auf dieselbe Weise anschließen wie eine Stereoanlage.

Fernseher mit Stereoanlage verbinden per HDMI, optisch oder Cinch

Die Anschlüsse für den Ton sitzen meist auf der Rückseite oder seitlich am Fernseher. Neuere Geräte haben in der Regel einen HDMI-Anschluss mit ARC und einen optischen Ausgang. Analoge Cinch-Ausgänge findet man vor allem an älteren Fernsehern.

HDMI ARC

Über ARC, den Audio Return Channel, gibt der Fernseher den Ton über eine HDMI-Buchse aus, die sonst Bild und Ton empfängt. Diese Buchse ist am Fernseher mit ARC oder eARC beschriftet. Die Anlage braucht dafür ebenfalls einen HDMI-Anschluss mit ARC. Einen solchen Anschluss haben vor allem AV-Receiver und einige neuere Stereoverstärker. Steckt das Kabel am Fernseher in einer HDMI-Buchse ohne ARC, kommt an der Anlage kein Ton an.

Ein Vorteil dieser Verbindung ist die Bedienung, denn bei vielen Geräten steuert dann die Fernbedienung des Fernsehers auch die Anlage. eARC ist die neuere Fassung von ARC mit mehr Bandbreite. Eine Anlage mit einfachem ARC funktioniert auch an einer eARC-Buchse. Bei reinem Stereoton macht die größere Bandbreite keinen hörbaren Unterschied.

Optischer Ausgang

Der optische Ausgang ist am Fernseher meist mit Optical, Digital Audio Out oder Toslink beschriftet. Bei dieser Verbindung läuft der Ton als Lichtsignal durch ein dünnes Kabel. Viele Anlagen der letzten Jahre haben dafür einen optischen Eingang. Die Stecker sind beim Kauf oft mit einer kleinen Schutzkappe verschlossen, die man vor dem Einstecken abzieht.

Am optischen Ausgang ändert die Fernbedienung des Fernsehers bei vielen Geräten nichts. Die Lautstärke regelt man deshalb an der Anlage selbst.

Analoger Ausgang und Kopfhörerausgang

Ältere Fernseher haben oft einen analogen Ausgang mit zwei Cinch-Buchsen, rot für rechts und weiß für links. Mit einem Cinch-Kabel lässt er sich direkt an einen Eingang der Stereoanlage anschließen, etwa an AUX, CD oder TAPE. Der Eingang PHONO ist dagegen für Plattenspieler gedacht. An neueren Modellen ist dieser Ausgang selten geworden.

Viele Fernseher haben außerdem einen Kopfhörerausgang mit einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Bei neuen Geräten fehlt dieser allerdings auch immer öfter. Mit einem Kabel von Klinke auf zwei Cinch-Stecker lässt sich der Kopfhörerausgang ebenfalls an die Anlage anschließen.

Ausgang am Fernseher Eingang an der Anlage Kabel Lautstärke
HDMI ARC oder eARC HDMI mit ARC HDMI-Kabel oft mit der TV-Fernbedienung
Optisch (Toslink) optischer Eingang optisches Kabel meist an der Anlage
Analog (Cinch) Cinch, z.B. AUX oder CD Cinch-Kabel meist an der Anlage
Kopfhörerausgang Cinch, z.B. AUX Klinke auf 2× Cinch am Fernseher und an der Anlage

Am bequemsten ist HDMI ARC. Hat die Anlage keinen digitalen Eingang, bleiben Cinch oder der Kopfhörerausgang.

Alte Stereoanlage ohne digitalen Eingang

Viele ältere Stereoanlagen haben nur analoge Eingänge. Trifft dieses Setting auf einen Fernseher, der nur digital ausgibt, passt kein Kabel direkt. Die Anlage lässt sich trotzdem weiter nutzen, entweder über einen Digital-Analog-Wandler oder über den Kopfhörerausgang des Fernsehers.

Digital-Analog-Wandler

Ein Digital-Analog-Wandler ist ein kleines Kästchen, das den digitalen Ton in ein analoges Signal umwandelt. Man verbindet den optischen Ausgang des Fernsehers mit dem Eingang des Wandlers und dessen Cinch-Ausgang mit der Anlage. Strom bekommt der Wandler dann über ein USB-Kabel, zum Beispiel von einem USB-Netzteil oder einer USB-Buchse am Fernseher.

Manche Fernseher haben statt des optischen einen koaxialen Digitalausgang. Das ist eine einzelne Cinch-Buchse, die oft orange markiert ist. Viele Wandler nehmen auch dieses Signal an, man braucht dann allerdings ein digitales Koaxialkabel mit Cinch-Steckern.

Einfache Wandler verarbeiten in der Regel nur Stereoton im Format PCM. Im Tonmenü des Fernsehers sollte der digitale Ausgang deshalb auch auf PCM stehen. Steht er auf Bitstream oder Auto, kommt an der Anlage oft kein Ton an oder man hört nur ein Rauschen.

Kopfhörerausgang als Alternative

Ohne Wandler lässt sich die Anlage über den Kopfhörerausgang des Fernsehers anschließen. Die Lautstärke an diesem Ausgang folgt bei vielen Fernsehern der Fernbedienung. Die Anlage verstärkt das Signal dann noch einmal.

In der Praxis stellt man die Lautstärke am Fernseher deshalb auf einen mittleren Wert und regelt dann an der Anlage. Ist der Fernseher sehr leise eingestellt, ist bei aufgedrehter Anlage eher ein Rauschen zu hören.

Ist der Kopfhörerausgang belegt, geben manche Fernseher über ihre eigenen Lautsprecher keinen Ton mehr aus.

Aktivboxen am Fernseher

In Aktivboxen steckt der Verstärker schon im Gehäuse. Man schließt sie deshalb genauso an wie eine Stereoanlage, nur ohne ein separates Gerät dazwischenzuschalten. Lautsprecher ohne eingebauten Verstärker brauchen dagegen eine Anlage oder einen Verstärker, der dazwischengeschaltet wird.

Aktivboxen mit Klinkeneingang

Viele kleinere Aktivboxen, etwa von einem PC, haben nur eine Klinkenbuchse. Am Kopfhörerausgang des Fernsehers nutzt man dann ein Kabel von Klinke auf Klinke. Bei Lautsprechern mit Hauptbox kommt das Kabel vom Fernseher an die Hauptbox, an der die zweite Box angeschlossen ist.

Standby der Aktivboxen

Viele Aktivboxen schalten nach einiger Zeit ohne Signal in den Standby. Beim nächsten Ton schalten sie sich dann wieder ein. Beginnt eine Sendung sehr leise, können dabei die ersten Worte der Nachrichten fehlen oder abgeschnitten wirken. Bei manchen Boxen lässt sich diese Fehlautomatik jedoch auch abschalten.

Einstellungen am Fernseher und an der Anlage

Ist das Kabel eingesteckt, kommt der Ton dennoch nicht immer sofort aus der Anlage. Erst muss am Fernseher und an der Anlage eingestellt werden, woher der Ton kommen soll. Am Fernseher stellt man dafür die Tonausgabe um, an der Anlage den Eingang.

Tonausgabe und Tonformat

Im Tonmenü des Fernsehers wählt man unter Tonausgabe oder Audioausgang den Anschluss, an dem die Anlage angeschlossen ist, z.B. HDMI ARC oder Optisch. Beim digitalen Ausgang stellt man das Tonformat auf PCM. Damit bekommt die Anlage Stereoton, den dann auch ältere Geräte wiedergeben können. Bei HDMI ARC muss in der Regel zusätzlich die Gerätesteuerung über HDMI eingeschaltet sein, die auf HDMI CEC beruht.

Eingebaute Lautsprecher und Lautstärke

Laufen die eingebauten Lautsprecher des Fernsehers und die Anlage gleichzeitig, klingt der Ton oft hohl oder hallig. Er kommt dann aus zwei Richtungen und meist leicht zeitversetzt an. Die eingebauten Lautsprecher schaltet man deshalb im Tonmenü ab, sofern das nicht automatisch passiert.

Bei einigen Fernsehern lässt sich außerdem einstellen, ob der Ausgang eine feste oder eine regelbare Lautstärke ausgibt. Ist die Lautstärke fix, regelt man sie nur noch an der Anlage. Ist sie regelbar, folgt der Ausgang der Fernbedienung des Fernsehers. Die Anlage stellt man dann einmal auf einen passenden Wert ein.

Eingang an der Anlage

Auch an der Anlage muss der Eingang gewählt sein, an dem das Kabel vom Fernseher steckt. Ein falsch gewählter Eingang ist eine häufige Ursache, wenn trotz richtiger Verkabelung kein Ton kommt. Bei HDMI ARC schaltet die Anlage oft von selbst um, sobald der Fernseher eingeschaltet wird.

Häufig gestellte Fragen

Ohne HDMI geht es über den optischen Ausgang, einen analogen Cinch-Ausgang oder den Kopfhörerausgang. Fehlt am Fernseher jeder analoge Ausgang und am Verstärker jeder digitale Eingang, verbindet ein Digital-Analog-Wandler beide Geräte. HDMI braucht man nur für den Weg über ARC.

Meist ist an der Anlage der falsche Eingang gewählt oder am Fernseher sind noch die eingebauten Lautsprecher als Tonausgabe eingestellt. Bei neuen optischen Kabeln steckt manchmal noch die Schutzkappe auf dem Stecker. Bei HDMI muss das Kabel in der Buchse mit ARC stecken. Ändert das nichts, sollte man prüfen, ob der Stecker fest in der Buchse sitzt.

Bei HDMI ARC oft ja, wenn an beiden Geräten die Gerätesteuerung über HDMI aktiv ist. Beim optischen, analogen und beim Kopfhörerausgang gibt es diese Steuerung nicht, die Anlage schaltet man dann selbst ein. Manche Anlagen und Aktivboxen wachen allerdings von selbst auf, sobald ein Signal am Eingang ankommt.

Ja, allerdings nur über einen Verstärker oder eine Stereoanlage. Solche Boxen sind passive Lautsprecher, sie kommen per Lautsprecherkabel an den Verstärker. Der Verstärker wird dann über HDMI ARC, optisch oder analog mit dem Fernseher verbunden.

Das geht, wenn der Fernseher Ton per Bluetooth ausgibt und die Anlage Bluetooth empfangen kann. Manche Fernseher erlauben die Bluetooth-Ausgabe allerdings nur für Kopfhörer. Bei manchen Geräten kommt der Ton zudem etwas nach dem Bild an, was bei Nachrichtensprechern am ehesten auffällt. Über ein Kabel tritt dieser Versatz kaum auf.