Mono und Stereo, der Unterschied
Mono und Stereo unterscheiden sich in der Zahl der Tonkanäle. Bei Mono gibt es einen einzigen Kanal, den alle Lautsprecher gleich ausgeben. Bei Stereo sind es zwei getrennte Kanäle für links und rechts. Dadurch können Stimmen, Musik und Geräusche beim Hören aus unterschiedlichen Richtungen kommen.
Im Fernsehen ist Stereo heute der Normalfall, ältere Filme und Serien laufen aber oft noch in Mono. Den Unterschied hört man vor allem dann, wenn die Lautsprecher weit genug auseinanderstehen. Am Fernseher selbst stehen die eingebauten Lautsprecher dafür meist zu dicht nebeneinander. Stereo wirkt über sie deshalb eher schmal oder dünn.
Der Unterschied zwischen Mono und Stereo
Mono und Stereo sind Kurzformen von Monofonie und Stereofonie. Mono geht auf das griechische Wort für allein zurück, Stereo auf ein Wort für fest und räumlich. Der Unterschied betrifft die Richtung, aus der ein Klang kommt. Mit der Tonqualität hat er zunächst nichts zu tun. Eine Mono-Aufnahme kann genauso sauber klingen wie eine Stereo-Aufnahme.
Mono, ein Kanal für alles
Bei Mono liegen Stimmen, Musik und Geräusche zusammen in einem einzigen Kanal. Hat ein Fernseher zwei Lautsprecher, bekommen beide genau dasselbe Signal. Der Ton wirkt dann so, als käme er aus der Mitte zwischen den Lautsprechern.
Mit Mono kann ein Klang nicht von einer bestimmten Seite kommen. Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung: Fährt im Film ein Auto von links nach rechts durchs Bild, bleibt das Motorengeräusch an derselben Stelle. Lauter und leiser kann es trotzdem werden. Dadurch hört man weiterhin, ob das Auto näher kommt oder sich entfernt, aber nicht aus welcher Richtung es kommt und in welche Richtung es fährt.
Stereo, zwei Kanäle für links und rechts
Stereo arbeitet mit einem linken und einem rechten Kanal, die jeweils ein eigenes Signal tragen. Jeder Kanal geht an einen eigenen Lautsprecher. Ein Klang, der nur im linken Kanal liegt, kommt deutlich von links. Liegt er in beiden Kanälen gleich laut, hört man ihn in der Mitte.
Ein Klang kann aber auch an jeder Stelle dazwischen erscheinen. Beim Abmischen verteilt man ihn dafür so auf die beiden Kanäle, dass er an einer bestimmten Stelle zwischen den Lautsprechern zu stehen scheint. Dieses Verteilen nennt man Panning.
| Merkmal | Mono | Stereo |
|---|---|---|
| Tonkanäle | einer | zwei, links und rechts |
| Richtung von Klängen | nicht abbildbar, alles aus der Mitte | zwischen den Lautsprechern frei verteilbar |
| Lautsprecher für die volle Wirkung | einer reicht | zwei mit etwas Abstand |
| Typisch im Fernsehen | ältere Filme und Serien | die meisten Sendungen und Filme |
Mono und Stereo unterscheiden sich in der Zahl der Kanäle und darin, ob ein Klang aus einer bestimmten Richtung kommen kann.
Richtung und Raum im Stereoklang
Zwei Lautsprecher können nur deshalb einen Raum zwischen sich abbilden, weil das Gehör Unterschiede zwischen links und rechts auswertet. Wichtig sind dabei vor allem die Lautstärke und der Zeitpunkt, an dem ein Klang auf jeder Seite ankommt. Damit das funktioniert, sollten die Lautsprecher und der Sitzplatz ungefähr ein gleichseitiges Dreieck bilden.
Lautstärke und Zeit zwischen den Kanälen
Ist ein Klang im linken Kanal etwas lauter als im rechten, hört man ihn weiter links. Je größer der Unterschied, desto weiter wandert er zur Seite. Ähnlich wirkt es, wenn ein Kanal den Klang etwas früher ausgibt als der andere. Der Unterschied liegt dabei unter einer Millisekunde. Bei Fernsehsendungen und Filmen verteilt man Klänge meist über die Lautstärke. Das hat den Vorteil, dass sich der Ton später zu Mono zusammenmischen lässt, ohne dass sich der Klang dabei nennenswert verändert.
Üblicherweise stellt man die beiden Lautsprecher so auf, dass sie vom Sitzplatz aus gesehen jeweils etwa 30 Grad nach links und nach rechts versetzt stehen. Sie stehen dann ungefähr so weit auseinander, wie sie vom Sofa entfernt sind.
Die Stimme in der Mitte
Im Fernsehen liegen Stimmen fast immer gleich laut auf beiden Kanälen. Sie erscheinen dadurch in der Mitte, genau dort, wo meist auch das Bild ist. Musik und Geräusche sind dagegen oft breiter verteilt. Geräusche folgen dabei häufig dem, was auf dem Bildschirm passiert, wie das Auto-Beispiel zeigt, in dem das Auto von einer Seite zur anderen fährt.
Diese Mitte entsteht allerdings nur im Kopf und ist vor allem dann deutlich, wenn man genau vor dem Fernseher sitzt. Auf einem Platz weit außen wandert auch die Stimme ein Stück in Richtung des näheren Lautsprechers. Sitzt man dauerhaft seitlich, kann man die Stimme mit dem Balance-Regler im Tonmenü ein Stück zurück zur Mitte holen. Nicht jeder Fernseher und nicht jede Soundbar hat einen solchen Regler. Auf den anderen Plätzen vor dem Fernseher verschiebt sich der Ton dadurch allerdings zur Gegenseite.
Mono und Stereo beim Fernsehen
Fernsehsender, Mediatheken und Streamingdienste liefern Ton heute meist in Stereo oder in Mehrkanalton. Mono begegnet einem vor allem bei älteren Produktionen. Der frühere Zweikanalton nutzte die beiden Kanäle oft für zwei Sprachfassungen statt für links und rechts. Heute liegen solche Fassungen meist als eigene Tonspuren vor.
Stereo als Normalfall
Nachrichten, Shows, Serien und Spielfilme laufen im Fernsehen in aller Regel in Stereo. Filme und Serien gibt es zusätzlich oft in Mehrkanalton, aus dem der Fernseher für seine eigenen Lautsprecher wieder zwei Kanäle macht. Bei Sendungen, in denen viel gesprochen wird, etwa Nachrichten, liegt ein großer Teil des Tons ohnehin in der Mitte. Der Unterschied zu Mono ist dort kaum zu hören.
Alte Filme und Serien in Mono
Viele ältere Filme und Fernsehproduktionen wurden in Mono aufgenommen und gemischt. Auch wenn sie in Stereo gesendet werden, bleibt ihr Ton deshalb Mono. Beide Kanäle tragen dann dasselbe Signal, sodass der gesamte Ton aus der Mitte kommt und Geräusche sich nicht von einer Seite zur anderen bewegen. Das liegt an der Aufnahme und nicht am Fernseher.
Manche Fassungen wurden nachträglich bearbeitet und klingen breiter. Häufig hat man dabei nur den vorhandenen Mono-Ton künstlich auf zwei Kanäle verteilt, etwa indem man ihn links und rechts leicht unterschiedlich klingen lässt. Echte Richtungen entstehen dadurch nicht, weil es sie in der Aufnahme nie gab.
Lautsprecher und Wiedergabe
Wie viel vom Stereoeffekt auf dem Sofa ankommt, liegt vor allem an den Lautsprechern. Mit zwei getrennten Boxen neben dem Fernseher klingt Stereo deutlich breiter als über die eingebauten Lautsprecher oder eine Soundbar. Gibt ein Gerät nur einen Kanal aus, mischt es Stereo zu Mono zusammen. Einzelne Klänge können sich dabei verändern.
Eingebaute Lautsprecher und Soundbar
Die Lautsprecher eines flachen Fernsehers sitzen meist am unteren Rand des Geräts. Selbst bei einem großen Fernseher stehen sie damit höchstens einen bis anderthalb Meter auseinander. Die Couch steht dagegen oft zwei bis drei Meter entfernt. Vom Sitzplatz aus klingt Stereo deshalb eher schmal. Viele Klänge scheinen dann aus der Mitte zu kommen. Einige Fernseher und Soundbars verbreitern den Klang künstlich, indem sie den Ton elektronisch bearbeiten oder einen Teil davon gegen die Wände abstrahlen.
Mit zwei getrennten Lautsprechern links und rechts vom Fernseher ist der Stereoeffekt deutlich stärker. Bei ihnen kann man den Abstand so wählen, dass Lautsprecher und Sofa ungefähr ein gleichseitiges Dreieck bilden.
Stereo zu Mono zusammenmischen
Kann ein Gerät nur einen Kanal wiedergeben, mischt es die beiden Stereokanäle zusammen. Dabei werden linker und rechter Kanal addiert und in der Lautstärke angepasst. Stimmen, Musik und Geräusche bleiben in der Regel hörbar, nur die Information über links und rechts geht verloren.
Jedoch können sich Klänge verändern, die in beiden Kanälen leicht zeitversetzt liegen. Beim Zusammenmischen löschen sich einzelne Frequenzen dann teilweise aus. Der Klang wirkt dadurch hohl oder dünn. Stimmen in der Mitte sind davon kaum betroffen, weil sie auf beiden Seiten gleich liegen. Bei Musik und breit gemischten Geräuschen fällt das eher auf.
Mono als Toneinstellung
Bei manchen Geräten und manchen Fernsehern lässt sich der Ton auf Mono umstellen. Dafür muss man in den Einstellungen unter Barrierefreiheit oder Bedienungshilfen nachsehen. Die Mono-Einstellung mischt beide Kanäle zusammen und gibt den gesamten Ton links und rechts gleich aus. Gedacht ist sie unter anderem für Menschen, die auf einem Ohr schlechter hören. Nützlich ist sie auch, wenn nur ein Lautsprecher angeschlossen ist. Über Kopfhörer hört man dann auch Musik und Geräusche, die eigentlich nur auf einer Seite liegen, mit beiden Ohren.
Häufig gestellte Fragen
Ein Mono-Signal ist für alle Lautsprecher gleich, jeder spielt also genau dasselbe ab. Bei Stereo bekommen der linke und der rechte Lautsprecher dagegen jeweils ein eigenes Signal. Erst dadurch kann ein Geräusch von einer bestimmten Seite kommen oder mit dem Bild von links nach rechts wandern.
Stereo klingt räumlicher, vor allem bei Musik und bei Filmen mit vielen Geräuschen. Bei Talkshows oder Nachrichten bringt es wenig, weil dort fast nur gesprochen wird. Mono hat Vorteile, wenn nur ein Lautsprecher angeschlossen ist oder man mit einem einzelnen Ohrhörer hört. Dann fehlt auch kein Teil des Tons.
Für einen hörbaren Stereoeffekt braucht es zwei Schallquellen mit etwas Abstand zueinander. Auch Kopfhörer geben Stereo wieder, weil jede Seite ihr eigenes Signal bekommt. Die Richtungen hört man darüber sogar besonders deutlich. Ein einzelner Lautsprecher gibt beide Kanäle meist zusammengemischt aus. Soundbars haben mehrere Lautsprecher in einem Gehäuse und können links und rechts dadurch zumindest etwas trennen.
Die Formatanzeige des Fernsehers hilft dabei wenig, denn sie zeigt auch bei einem Mono-Film oft Stereo an, wenn der Sender beide Kanäle belegt. Mehr verrät eine Szene, in der jemand von der Seite ins Bild kommt oder ein Fahrzeug vorbeifährt. Bleibt das Geräusch in der Mitte, ist der Film in Mono gemischt. Über Kopfhörer hört man das besonders gut.
Am Fernseher selbst lässt sich ein Mono-Film nicht in echtes Stereo umwandeln. Einige Fernseher und Soundbars haben Klangmodi, mit Namen wie Raumklang oder virtueller Surround, die einen Mono-Ton künstlich breiter klingen lassen. Der Ton wirkt dadurch weiter. Geräusche folgen dem Bild aber trotzdem nicht. Echtes Stereo entsteht erst, wenn ein Film im Studio neu gemischt wird und Stimmen, Musik und Geräusche dafür voneinander getrennt werden.
